Organisationsstrukturen und Ausrichtung wissenschaftlicher Weiterbildungseinrichtungen

Ergebnisse einer Befragung bayerischer Hochschulen

Autor/innen

  • Michael Renz
  • Johannes Ries
  • Gabriele Vierzigmann

DOI:

https://doi.org/10.4119/zhwb-1069

Abstract

Die Organisationsstrukturen wissenschaftlicher Weiterbildung in Deutschland weisen ohne Zweifel ein hohes Maß an Diversität auf. Dieses Phänomen, das unter anderem auf definitorische Spielräume und wirtschaftliche Erfordernisse zurückgeführt werden kann, ist Ursache und Wirkung einer höchst unterschiedlichen Weiterbildungsrealität an deutschen Hochschulen. Es verwundert daher nicht, dass auch die DGWF diese organisationale Vielfalt an Hochschulen bereits zum Gegenstand einer qualitativen Forschungsarbeit gemacht hat. Der vorliegende empirische Beitrag setzt an dieser Arbeit an und ergänzt eine stärker
quantitativ gelagerte Perspektive zur Organisation hochschulischer Weiterbildung. Mit den Befragungsergebnissen 26 staatlicher Hochschulen in Bayern wird erstmals ein umfassender Querschnitt der gelebten Organisation, Ausrichtung und Zuständigkeit wissenschaftlicher Weiterbildungseinrichtungen
eines Bundeslandes sichtbar. Trotz einer großen Heterogenität bei Ausrichtung und Aufgabenspektrum
wird deutlich, dass bayerische Hochschulen ihre Weiterbildungseinrichtungen zunehmend zentralisieren
und professionalisieren. Die Ergebnisse zeigen, dass sich organisationale Unterschiede und Hochschulgröße nicht zwangsläufig in der Anzahl der Teilnehmenden an Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung niederschlagen. Eine Evidenz für die Bevorzugung einzelner Organisationsmodelle scheint daher nicht  gegeben. Ein Vergleich dieser Ergebnisse mit anderen Bundesländern oder auf internationaler Ebene ist bislang nicht möglich und verweist auf zukünftige Forschungspotenziale.

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Veröffentlicht

2019-12-18