Wer sind und was wollen ältere Studierende an den Universitäten?

Ergebnisse von Studierendenbefragungen an drei Standorten

Autor/innen

  • Doris Lechner
  • Kathrin Lutz
  • Elisabeth Wagner

DOI:

https://doi.org/10.4119/zhwb-3402

Abstract

Viele Hochschulen führen in unterschiedlichen Abständen Befragungen unter den Teilnehmenden der nachberuflichen wissenschaftlichen Weiterbildung durch, die Einblicke in Studienmotive und Studierverhalten Älterer an den jeweiligen Standorten bieten. Es fehlen jedoch einheitliche, bundesweite
Daten zum Studium Älterer. Denn die jeweiligen Ergebnisse sind aufgrund unterschiedlicher Fragestellungen und Frageformen zumeist nicht miteinander vergleichbar. Auch die jährliche bundesweite Zählung von Gasthörenden erfasst nicht alle älteren Studierenden, da nicht alle Teilnehmenden an nachberuflicher wissenschaftlicher Weiterbildung unter diesem Status geführt werden. Um diese Lücke zu schließen, wurde in der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche
Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA) ein Fragebogen entwickelt, in dem Motivlagen, Fächerpräferenzen, Formen des Studierens und soziodemographische Daten erfasst werden können. Im vorliegenden Beitrag werden einige zentrale Ergebnisse von Teilnehmendenbefragungen älterer Studierender
aus drei Hochschulen vorgestellt, bei denen der Fragebogen erstmalig zum Einsatz kam. Die Ergebnisse weisen eine hohe Übereinstimmung im Hinblick auf Fächerpräferenzen und Motivlagen auf und zeigen, dass soziodemographische Daten wie Bildung und Geschlecht in einem Zusammenhang mit den Teilnahmemotiven und den subjektiven Gewinnen stehen. Darüber hinaus zeigt sich, dass auch die Angebotsstruktur einer Institution Einfluss auf das Antwortverhalten der Befragten hat.

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Veröffentlicht

2020-12-17